Chinakohl

Knackiger als Chinakohl geht nicht! Weil er so schön mild ist, schmeckt er der ganzen Familie als erfrischender Salat, aber auch als Gemüse oder in der Suppe macht er gute Figur. Anders als den klassischen Grünkohl sollten Sie Chinakohl aber nur ganz kurz dünsten, er ist sofort weich!

Wir LGV-Gärtner schneiden jeden Chinakohl sorgfältig an der richtigen Stelle des Strunkes, wenn der Kopf noch nicht zu groß ist. Zu diesem Zeitpunkt sind die Blätter auch am unteren Ende noch schön dünn, hellgrün und saftig.  Bereits im Juli sind die ersten Köpfe des Chinakohls erntereif, weil er aber hervorragend lagerfähig ist, gibt es bis in den Februar hinein heimischen Chinakohl zu kaufen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Strunk noch schön feucht ist.

Chinakohl: Nährwerte (pro 100 g)
Energie
13 kcal / 56 kJ
Eiweiß
1,2 g
Vitamin B2
41 mcg
Zink
319 mcg
Vitamin E-Tocopheroläquivalent
240 mcg
Vitamin B6
113 mcg
Kupfer
22 mcg
Niacin
400 mcg
Mangan
265 mcg
Pantothensäure
200 mcg
Fluor
15 mcg
Folsäure
19 mcg
Iod
0,3 mcg
Biotin
0,5 mcg
Vitamin C
26,1 mg
Vitamin K
250 mcg
Kalium
156 mg
Kohlenhydrate
1,2 g
Calcium
45 mg
Magnesium
11 mg
Phosphor
30 mg
Eisen
564 mcg
Fett
0,3 g
Ballaststoffe
1,8 g
Natrium
19 mg
Wasser
94,4 g
Vitamin A-Retinoläquivalent
71 mcg
Beta Carotin
0,4 mcg
Vitamin B1
31 mcg
Weitere Informationen

Herkunft, Wachstum, Form und Anbau

Der Chinakohl (Brassica pekinensis), auch chinesischer Kohl, Pekingkohl, Japankohl oder Selleriekohl genannt, ist eine Salatpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Zu dieser Familie zählen ebenso der Brokkoli, Karfiol, Kohlrabi oder das  Radieschen. Der Chinakohl gilt als relativ milder Vertreter dieser weitverzweigten Kohlfamilie.

Herkunft:
Der Chinakohl soll aus einer Kreuzung der Speiserübe mit dem chinesischen Senfkohl (Pak-Choi)entstanden sein. Die Chinesen kultivierten ihn erstmals im 5. Jahrhundert, wo er „Bai-Tsai“ genannt wird. Erst im 15. Jahrhundert wurde er in Korea und im 19. Jahrhundert schließlich in Japan angebaut. In Europa und den USA ist er erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt und eroberte aufgrund seines milden Geschmacks zunehmend die Küchen.
Aus der koreanischen Küche ist Chinakohl nicht mehr wegzudenken. Im Nationalgericht Gimchi wird Chinakohl, teilweise mit anderen Gemüsesorten gemischt, milchsauer fermentiert serviert.

Pflanzenwachstum:
Obwohl er das Wort „Kohl“ in sich trägt, hat der Chinakohl nur wenig mit unseren Kohlköpfen gemeinsam. Der feste, oval-längliche Kopf des Chinakohls hat keinen Strunk. Er kann bis zu einem halben Meter hoch werden und ist mitunter doppelt so lang wie breit.

Farbe und Form:
Die hellgrünen, gekräuselten Blätter mit den breiten, weißen Blattrippen bilden je nach Sorte einen ovalen bis schmal zylindrischen festen Kopf. Sein Verwandter, der zarte Pak-Choi, zeichnet sich hingegen durch seine Mangold-ähnlichen dunkelgrünen Blätter und einen lockeren und kleineren Kopf aus.

Saison :
Die Haupterntezeit des Eissalates dauert von Anfang September bis Ende Februar. Damit ist er über die Wintermonate ein exzellenter Vitamin C-Spender.

Qualität, Reife und Lagerung

Qualität und Reife:

Ein frisches und knackiges Aussehen, ein geschlossener Kopf und ein saftiger Anschnitt sind die wesentlichsten Qualitätsmerkmale des Chinakohls. Die Blätter sollten keine braunen Stellen aufweisen und nicht welk sein. Wird der Chinakohl verkocht, ist das eine oder andere schlaffe Blatt kein Problem, da es den zarten Geschmack nicht mildert.

Lagerung:
Chinakohl kann im Kühlschrank in eine Folie oder einen Gemüsebeutel eingewickelt fast bis zu 2 Wochen aufbewahrt werden. Die Folie schützt vor dem Austrocknen und hält den Salat saftig und frisch.

Kulinarik

Verwendung und Zubereitung
Chinakohl kann sowohl roh als auch gekocht gegessen werden.
Traditionell wird Chinakohl warm zubereitet. So eignet er sich zum Blanchieren, für Pfannen- oder Wokgerichte oder als Eintopf. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten benötigt Chinakohl nur eine relativ kurze Garzeit von maximal 10 Minuten. Er schmeckt außerdem milder, ist leicht verdaulich, bläht nicht und eignet sich daher auch für sehr empfindliche Personen.

Als Salat lässt er sich sowohl zu süßlich fruchtiger Rohkost mit Äpfeln verarbeiten, als auch pikant mit Gurken, Eiern oder Karotten servieren. Einen weiteren Vorteil bieten seine robusteren Blätter: So kann er ohne weiteres vorab mariniert und kühl gestellt werden ohne an Frische und Konsistenz zu verlieren.