Jungzwiebel
Jungzwiebeln sollten Sie immer zu Hause haben! Sie sind ein sehr vielseitiger und gesunder Küchenbegleiter und Helfer in der Not. Sollten Sie einmal keinen Lauch für die Gemüsesuppe haben, Ihren Grünen oder Kartoffel-Salat aufpeppen wollen oder Ihrem Paradeisersugo noch eine besondere Note verleihen wollen, sind Jungzwiebeln die richtige Wahl. Auch vom Grill schmecken Jungzwiebel toll! Aus der Asia-Küche sind sie ohnedies nicht wegzudenken.
Zwiebelgewächse werden vom Menschen bereits seit mehr als 5.000 Jahren angebaut. Die Jungzwiebel zählt dabei zu den ersten reifen Gemüsesorten im Frühjahr und ist eine gesunde Vitaminbombe. Bereits ab Mai wartet sie frisch im Gemüseregal und wächst bis Oktober ständig nach.
Herkunft, Wachstum, Form und Anbau
Die Jungzwiebel (Allium fistulosum) aus der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae) hat vielerlei Namen wie Winterzwiebel, Frühlingszwiebel, Lauchzwiebel, Zwiebelröhrl, Zwiebelröhrchen, Ewige Zwiebel, Winterheckenzwiebel und viele mehr. Die Bezeichnung „Lauchzwiebel“ ist leider irreführend, wird die Jungzwiebel doch fälschlicherweise als junger Porree angesehen. Die schmalen, röhrenförmigen Blätter beweisen jedoch, dass sie mit den ebenfalls röhrenblättrigen Speisezwiebeln näher verwandt sind als mit dem breitblättrigem Lauch.
Herkunft:
Die Herkunft der Jungzwiebel lässt sich über die Küchenzwiebel nachvollziehen. Sie stammt aus dem west- und mittelasiatischen Raum, vermutlich aus dem Gebiet des heutigen Afghanistan. Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird schon seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert.
Pflanzenwachstum:
Jungzwiebel erreichen eine Wuchshöhe von 30 bis 100 Zentimeter. Die Blätter sind stielrund und hohl, der Stängel im Querschnitt rund. Die Blüten, die zwischen Juni und August ausgebildet werden, sind weiß, wobei die Staubblätter weit über die Blütenhülle hinausragen. Sie werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Mai geerntet werden.
Farbe und Form:
Jungzwiebel zeigen eine charakteristische weiße bis leicht rose Färbung und sind im Vergleich zur Küchenzwiebel besonders saftig und mild im Geschmack. Die dunkelgrünen schlauchförmigen, schmalen Blätter der Jungzwiebel können ebenfalls mitgegessen werden.
Saison:
Im Widerspruch zu ihrer Bezeichnung „Frühlingszwiebel“ werden Jungzwiebeln nahezu das ganze Jahr über aus inländischer Produktion angeboten; die Hauptsaison für die meist im Bund vermarkteten Jungzwiebeln beginnt allerdings im Mai und dauert bis in den frühen Herbst.
Qualität, Reife und Lagerung
Qualität und Reife:
Jungzwiebeln in guter Qualität erkennt man an ihrem frischen, glänzenden Grün und der weißen Knolle.
Lagerung:
Die Lagerfähigkeit variiert je nach Sorte. Je trockener die Zwiebeln sind, desto länger sind sie lagerfähig. Daher sind Küchenzwiebel relativ lange haltbar, die Jungzwiebel hingegen ist im Gemüsefach des Kühlschranks lediglich bis zu drei Tage haltbar.
Kulinarik
Verwendung und Zubereitung
Von der gesamten Pflanze wird meist nur die weiße Zwiebel und der hellgrüne Blattbereich verwendet, der obere und tiefgrüne Teil der Blätter wird üblicherweise abgeschnitten beziehungsweise in Suppen ausgekocht. Im Handel werden sie bereits verbraucherfreundlich angeboten. Jungzwiebel müssen kaum geschält werden und reizen die Augen weit weniger als ihre nahe Verwandte, die Küchenzwiebel.
Jungzwiebel werden sowohl roh als auch gekocht genossen. In Salaten oder aufgeschnitten als Gemüsestick sind sie besonders beliebt und entfalten ein herrlich mildes Aroma. Sie eigenen sich auch hervorragend zum Dünsten, Schmoren, Braten oder Backen. In China und Japan sind sie eine beliebte Gewürz- und Gemüsepflanze und in zahlreichen asiatischen Wok-Gerichten zu finden. Verständlich dass sie auch gerne als „Japanischer Lauch“ bezeichnet werden.
Der weiße Teil der Jungzwiebel eignet sich besonders gut zum Kochen oder Dünsten, die hellgrünen Blätter werden eher als Würze für Salate, Aufstriche oder als Garnierung genutzt. Hier sei vor allem das Schmalzbrot mit Zwiebel zu erwähnen, das mit reichlich Jungzwiebel serviert wird.
