Zucchini
Die mediterrane Zucchini hat in Österreich bereits vor Jahren ihren Siegeszug angetreten. Egal ob roh, gebraten, gegrillt oder gekocht – die vielseitige Kürbisfrucht ist mild und schmeckt der ganzen Familie. Besonders kleine Entdecker lassen sich für den „kleinen Kürbis“ begeistern: Ursprünglich soll sie Christoph Columbus aus Westindien oder Mexiko nach Europa gebracht haben.
Wir LGV-Gärtner lassen unsere Zucchini unter den kräftigen Strahlen der Sonne möglichst lang an der Pflanze reifen. So schmecken unsere Zucchini ebenso aromatisch wie in Ihrem letzten Italienurlaub! Beim Ernten achten wir darauf, dass der Stielansatz der Zucchini erhalten bleibt, denn dann trocknet sie nicht aus. So sind sie in Ihrem Gemüsefach im Kühlschank zwei bis drei Wochen haltbar!
Unsere saftig-dunkelgrünen Zucchini sind den ganzen Sommer über, von Juni bis Oktober, im Handel erhältlich.
Herkunft, Wachstum, Form und Anbau
Die Zucchini gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Der Name kommt vom italienischen „Zucca“, was übersetzt „Kürbis“ heißt. Die Verkleinerungsform „Zucchini“ steht für \"kleiner Kürbis\". Obwohl sie zum Fruchtgemüse gezählt werden handelt es sich strenggenommen um Beerenobst.
Herkunft:
Die Zucchini stammen, wie eine Reihe weiterer Kürbisarten von dem in Südamerika, Mexiko und Westindien heimischen Riesenkürbis ab. Kolumbus soll sie im 15. Jh. n. Chr. nach Europa gebracht haben, wo sie vor allem im Mittelmeerraum schnelle Verbreitung fand. In Italien ist die im Handel angebotene Vielfalt am größten. Bei uns hingegen setzte sie sich erst Ende der 60er Jahre erfolgreich durch, was wiederum erklärt, dass im Handel nach wie vor die bekannte dunkelgrüne Zucchini die einzig dominierende Sorte ist.
Pflanzenwachstum:
Die Zucchinipflanzen sehen den Pflanzen des Gemüsekürbisses zum Verwechseln ähnlich. Der Unterschied liegt darin, dass ihre Blätter deutlich kleiner sind und sie verhältnismäßig wenig Ranken bilden. Sie sind relativ anspruchslos, vertragen niedrige Temperaturen besser als die Gurke, sind jedoch frostempfindlich. Die Zucchini bildet sich aus der faustgroßen gelben Zucchiniblüten, sobald sie befruchtet werden. Diese walzenförmigen Früchte sind botanisch gesehen Beeren. Aus Geschmacksgründen werden sie meist mit etwa 15 bis 20 Zentimetern Länge geerntet, lässt man sie länger wachsen können sie bis zu 40 cm lang werden und ein Gewicht von 2 kg erreichen.
Farbe und Form:
Zucchini haben eine weiche, glatte Schale und ein weißliches festes Fruchtfleisch mit zahlreichen hellen Kernen. Die Früchte sind leicht gebogen, sechskantig mit leicht abgerundetem Enden. Die Schalenfarbe kann variieren, so gibt es neben der dunkelgrünen Zucchini auch gelbliche, weiße, hellgrün gesprenkelte oder gestreifte Sorten.
Saison:
Bevorzugte Erntezeit ist von Juni bis Oktober.
Qualität, Reife und Lagerung
Qualität und Reife:
Achten Sie beim Kauf auf ein festes Fruchtfleisch und eine intakte Schale ohne Rillen bzw. Risse. Optimalerweise ist der Stielansatz vorhanden, so trocknen sie bei der Lagerung nicht aus. Eine kräftig grüne Farbe sowie eine fleckenfreie Schale sind weitere Qualitätsmerkmale. Die Zucchini sollte ausreichend entwickelt, aber nicht überreif sein, da sonst die Kerne im Fruchtfleisch unangenehm hart werden. Am zartesten im Geschmack sind Früchte mit einer Größe von 15 bis 20 cm bzw. einem Gewicht von rund 120 bis 250 g.
Zucchini der Klasse Extra müssen von höchster Qualität sein, d. h. gut geformt und entwickelt sowie mit max. 3 cm langen Stielen. Auch in der Klasse I müssen Zucchini einen Stiel von max. 3 cm Länge besitzen. Nur leichte Form-, Farb- und Schalenfehler sind zulässig. Diese werden in der Klasse II in einem größeren Ausmaß toleriert. Zulässig sind ebenso durch Krankheiten verursachte Mängel, die sich jedoch nicht auf das Fruchtfleisch auswirken.
Lagerung:
Zucchini lassen sich bei Temperaturen zwischen 7-10°C oder im Gemüsefach des Kühlschranks 2-3 Wochen lagern. Sie sind kälteempfindlich und sollten nicht kühler gelagert werden. Typische Kälteschäden sind Weichwerden der Fruchtoberfläche und ein rascher Befall mit Mikroorganismen.
Da Zucchini auf Äthylen sehr empfindlich reagieren, sollten sie diese nicht mit Tomaten, Bananen, Äpfeln oder weiteren äthylenproduzierenden Obst- oder Gemüsesorten gelagert werden. Das Pflanzenhormon Äthylen lässt Zucchini schneller verderben.
Kulinarik
Verwendung und Zubereitung
Zucchini können roh für Salate oder gekocht beziehungsweise gebraten als Gemüse genossen werden. Sie eignen sich für die Zubereitung von pikanten Suppen und Eintöpfen genauso wie für süße Kuchen oder Aufläufe. Unverzichtbar sind sie jedoch für Ratatouille, ein französisches Gemüsegericht aus Melanzani, Paprika, Tomaten, Zucchini, Zwiebel und Knoblauch.
Zucchini können mit der Schale im Ganzen verzehrt werden. Bei älteren Früchten empfiehlt sich jedoch die Schale zusammen mit den Kernen im Inneren des Fruchtfleisches zu entfernen.
Für kalte Zubereitungen die Zucchini im Ganzen einige Minuten im Wasser dünsten, abschrecken und anschließend bedarfsgerecht schneiden. Durch das Blanchieren kommt der nussige Geschmack der Zucchini etwas besser zur Geltung.
Zum Würzen eignen sich besonders gut Basilikum, Thymian, Liebstöckel, Dill, Salbei, Rosmarin oder Knoblauch.
Als besondere Delikatesse gelten Zucchiniblüten, die überwiegend während des Sommers angeboten werden. Diese eignen sich nicht nur zur Dekoration, sondern können auch als eigene Mahlzeit zubereitet werden. Dazu sollte man Stiel, Kelch und Staubblätter entfernen und die Blüten vorsichtig mit einem feuchten Tuch säubern. Sie lassen sich frittieren, braten, backen oder füllen.
Zucchini lassen sich aufgrund des hohen Wassergehalts schlecht einfrieren. Die beste Methode zur Haltbarmachung ist das Einlegen bzw. das Trocknen. Dazu werden Zucchinischeiben im Backofen bei 50 – 60° C vier bis sechs Stunden gedörrt. Die aromatischen getrockneten Scheiben eignen sich hervorragend zum Mitkochen in Eintöpfen, aber auch zum genüsslichen Knabbern. Auf diese Weise können Sie bis in den Winter Zucchini genießen.
