

Neben Grillwürstel, Kotelett und Cevapcici nimmt das Grillgemüse einen immer größeren Platz auf dem heimischen Griller ein. Ob als Hauptgericht oder als Beilage genossen, gegrilltes Gemüse überzeugt mit seinem guten Eigengeschmack und punktet mit seiner Vielfalt.
MARINIEREN – das A und O des Grillens
Grillgemüse - WAS EIGNET SICH
TIPPS
Gewürze wie bunter Pfeffer, Kardamom, Koriander, roter Paprika, Oregano, Knoblauch oder Zwiebel passen besonders gut. Asia-Gewürzmischungen, Curry, Zimt oder Chili sind weitere gut erprobte Würzvarianten. Die Gewürze mit Olivenöl ansetzten, das Gemüse mit der Marinade beidseitig einpinseln und einige Stunden durchziehen lassen. Anschließend das Grillgut in einer Grilltasse goldbraun grillen.
Wichtig: Das Gemüse erst nach dem Grillen salzen, andernfalls würde das Salz dem Gemüse zu viel Wasser entziehen.
Zum Grillen eignet sich fast jedes festfleischige Gemüse.
Fenchelknolle – die Aromatische
Die Fenchelknolle längs in dünne Scheiben schneiden, mit einer Marinade aus Öl, Zitronensaft, Honig, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel einpinseln und auf der Grilltasse beidseitig grillen.
Kartoffel – der Klassiker
Ob in Scheiben oder als Folienkartoffel serviert – in beiden Fällen Kartoffel im Ganzen vorkochen und gut ausdampfen lassen. Für Folienkartoffel die Kartoffel in Alufolie wickeln und in die Glut legen. Gegrillte Kartoffelscheiben wiederum mit einer Marinade aus Olivenöl, Salz und Rosmarin beidseitig einreiben und Grillen.
Knoblauch und Zwiebel – die Würzigen
Knochblauchzehen schälen und stückweise auf eine Grillfolie legen. Zwiebel schälen, halbieren und mit der Schnittfläche nach unten am Rost grillen.
Maiskolben – der Knabberspaß
Maiskolben in Salzwasser weich kochen und am Griller rund 10 min. goldbraun grillen, salzen und mit Kräuterbutter dezent einreiben und servieren
Melanzani – die Weiche
Melanzani in Scheiben schneiden, mit Zitronensaft marinieren, einmalig wenden und mit gewürztem Schafkäse oder dünn geschnittenem Prosciutto belegt fertig grillen.
Rote, grüne und gelbe Paprikaschoten – die Bunten
Paprika in der Mitte halbieren, entfernen und beidseitig grillen.
Sellerie – der Deftige
Sellerieknolle im Ganzen vorkochen, schälen und in Scheiben schneiden. Auf dem Grill beidseitig goldbraun grillen und mit einer pikanten Joghurtsauce servieren!
Tomate – die Edle
Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf einer Grilltasse anbräunen lassen. Nach dem Wenden mit Schafkäse, Oregano und einem Tropfen Olivenöl garniert fertig grillen.
Zucchini – die Feine
Zucchini in Scheiben schneiden, auf den Rost legen und mit Kräutern, wenig Öl und einem Hauch Knoblauch verfeinern. Nach dem einmaligen Wenden mit Mozzarella, Basilikum und Pfeffer würzen und fertig grillen.
Gemüsespieße – die Krönung
Zucchini, Champignons, Paprika und Zwiebel abwechselnd auf einen Spieß stecken, marinieren und grillen.
Grilltasse oder Alufolie
Gemüse auf einer Alufolie oder Grillschale zubereitet wird wesentlich saftiger und gleichmäßiger gar.
Salz erst nach dem Grillen
Gemüse erst nach dem Grillen salzen. Durch das Salz verliert das Gemüse Wasser und wird trocken.
Das richtige Öl
Zum Marinieren eignet sich hitzebeständiges Oliven-, Erdnuss- oder Sesamöl.
Vorkochen
Alle festfleischigen Gemüsesorten im Ganzen bissfest vorkochen und auf der Grilltasse portionsweise fertig grillen.
FRAGE:
Liebe Frau Grünwald!
Ich habe irgendwo gelesen, dass, wenn man Gemüse grillt, damit alle Vitamine und Inhaltsstoffe quasi verbrannt wird. Was ist hier zu beachten?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
MFG Pamela Mayer
ANTWORT:
Sehr geehrte Frau Mayer,
besten Dank für Ihre Anfrage. Das Grillen zählt neben dem Blanchieren oder
Dämpfen zu den vitaminschonenden Zubereitungsmethoden. Der größte
Nährstoffverlust findet über das sogenannte "Auslaugen" statt. Das
bedeutet, dass die Nährstoffe - vor allem die wasserlöslichen - ins
Kochwasser übergehen und schlimmstenfalls weggeschüttet werden. Grillen
ist eine trockene Garmethode, doch sollten auch hier einige Punkte
beachtet werden. Gemüse sollte prinzipiell in der Grilltasse zubereitet
werden. Damit wird vermieden, dass Öl in die Flammen tropft und das Feuer
direkt auf das Grillgut einwirken kann. Darüberhinaus bleibt das Gemüse in
der Grilltasse saftig und erhält eine angenehme und gesunde Bräune. Einige
Gemüsesorten sollten vorgekocht werden um die Grilldauer zu reduzieren
(siehe Artikel). Zum Vorkochen eignet sich optimalerweise ein
Druckkochtopf, in dem mit wenig Wasser über kurze Zeit das Gemüse erhitzt
wird. Wird ein Dämpfkorb verwendet, so kommt das Gemüse nicht mit dem
Wasser in Berührung und der Auslaugverlust ist ebenfalls kein Thema. Gutes Gelingen, Larissa Grünwald
FRAGE:
Liebe Frau Larissa!
Kann man gegrilltes Gemüse aufheben und erst am nächsten Tag essen?
Freundliche Grüße
Angela
ANTWORT:
Sehr geehrte Frau Wieser,
gegrilltes Gemüse sollte allein aus Geschmacksgründen nicht aufgehoben
werden, sondern optimalerweise frisch zubereitet werden. Es spricht jedoch
nichts dagegen mariniertes Gemüse im Kühlschrank einen Tag länger
aufzubewahren und erst am nächsten Tag am Griller oder in der Pfanne
frisch zuzubereiten. Gegrilltes Gemüse trocknet in der Regel aus und ist
weder optisch noch geschmacklich ein Erlebnis.
Liebe Grüße, Larissa Grünwald
FRAGE:
Ist es für Kinder unbedenklich, ihnen gegrillten Gemüse zu geben?
mfG Heribert Fuchs
ANTWORT:
Sehr geehrter Herr Fuchs,
ganz im Gegenteil - Kinder können von Gemüse - in sämtlichen
Zubereitungsarten - nur profitieren. Vor allem das gegrillte Gemüse
zeichnet sich durch einen geringen Fettgehalt und hohen Gesundheitswert
aus. Vorausgesetzt Sie bereiten das gegrillte Gemüse auf einer Grilltasse
zu und achten zusätzlich darauf besonders hartes Gemüse vorab zu
blanchieren um die Grilldauer zu verkürzen und den Genuss zu steigern.
Besonders beliebt sind der gegrillte Paprika oder gegrillte
Kartoffelscheiben, die mit selbstgemachten Grill-Saucen jeden Grillevent
geschmacklich aufwerten.
Liebe Grüße, Larissa Grünwald
FRAGE:
Liebe Frau Larissa!
Wie weiß ich, dass das Gemüse am Griller fertig ist?
Danke für die Info!
Unterweger
ANTWORT:
Sehr geehrter Herr Unterweger,
Gemüse, das Sie normalerweise roh verzehren können, wie Paprika oder
Tomate, müssen lediglich eine angenehme Bräune erreichen. Da entscheidet
ihr Geschmack, wann Sie das Grillgut vom Rost nehmen. Gemüsesorten wie
Kartoffel, Melanzani oder Zucchini sollten vorab bissfest gekocht werden
(Kartoffel dementsprechend länger, Zucchini teilweise kürzer) und am
Griller schließlich eine angenehme Bräune erreichen. Sie können mit einer
Gabel testen ob das Gemüse weich genug ist beziehungsweise ob sich bereits
die charakteristischen Grillstreifen gebildet haben. Wird das Gemüse
belegt, so orientieren Sie sich am Besten am Zustand des Belags:
geschmolzener Käse, leicht angekruspelter Schinken etc.....
Guten Appetit, Larissa Grünwald
FRAGE:
Ist es eigentlich für das Grillgut ernährungswissenschaftlich unbedenklich, wenn man gleich direkt beim Grillen Kräuterbutter auf das Fleisch schmiert?
mfG
S. Knöbl
ANTWORT:
Sehr geehrter Herr Knöbl,
Ernährungswissenschaftlich ist es unbedenklich, wenn Sie die Kräuterbutter schon beim Grillen auf das Fleisch geben. Vorausgesetzt Sie verwenden eine Grilltasse, wodurch die zerronnene Butter nicht in die Flamme tropfen kann! Weiters ist zu bedenken, dass Fleisch in der Regel vor dem Grillen in einer Öl-Gewürz-Marinade eingelegt wird. Damit ist das Fleisch, was Fett und Gewürze betrifft, schon optimal für das Grillen vorbereitet und braucht im Endeffekt keine weiteren Zutaten. Im Gegenteil: Legen Sie die Kräuterbutter erst beim Servieren auf das Fleisch, so wird der Kräuterbuttergeschmack umso intensiver wahrgenommen. Ich hoffe Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben. Mit freundlichen Grüßen
FRAGE:
Guten Tag!
Kann man Grillsaucen auch mit Kefir zubereiten?
Danke und lG
Marianne Billroth
ANTWORT:
Natürlich können Sie Grillsaucen statt mit Joghurt oder Rahm auch mit Kefir zubereiten. Beachten Sie, dass Kefir relativ sauer schmeckt, daher gegebenenfalls vermehrt würzen. Kefr eignet sich daher sehr gut zur Herstellung von süß-sauren Saucen - beispielsweise kombiniert mit Curry. Gutes Gelingen!
FRAGE:
Kann man Zucchini und Melanzani eigentlich auch roh oder als Salat essen? Gegrillt schmecken sie mir nicht so gut.
Danke!
Bach
ANTWORT:
Kleine Zucchini sind besonders fein und können durchaus roh gegessen werden. Dünn aufgeschnitten haben sie eine ähnliche Struktur wie die Gurke, nur geben sie weniger Wasser ab. Größere Zucchinis können schon etwas härter sein und sollten zwecks besserer Verdaulichkeit kurz blanchiert werden. Dann können sie ebenfalls als Salat gegessen werden.
Melanzani hingegen sollten nie roh gegessen werden, da sie Bitterstoffe bzw. Solanin enthalten. Daher Melanzani stets in gekochter, gegrillter, gedünsteteter oder gebratener Version essen. MFG.